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Steven Richter und Katharina Maisch überzeugen bei Deutschen Meisterschaften

Nachdem die Jugendlichen des LV 90 Erzgebirge bereits bei ihren nationalen Titelkämpfen im Wattenscheider Lohrheidestadion hervorragend abgeschnitten hatten, konnten die Aktiven mit ihren Ergebnissen nahtlos anschließen. Der U23-Europameister Steven Richter überzeugte im Diskuswurf-Finale und sicherte sich seinen ersten deutschen Meistertitel bei den Männern. Im vierten Durchgang warf der 23-jährige die 2kg-Scheibe bei äußerst schwierigen äußeren Bedingungen auf starke 66,27m. Damit ließ er seine Konkurrenten deutlich hinter sich und qualifizierte sich unangefochten für die Europameisterschaften in Birmingham. Auch Katharina Maisch kann sicher für die Europameisterschaft planen. Die 29-jährige belegte hinter Olympiasiegerin Yemisi Mabry im Kugelstoßen der Frauen Rang zwei. Mit 18,57m und 18,56m untermauerte sie ihre eindeutige Position zwei in Deutschland. Im Vorfeld hatte die LV 90-Athletin mit Rückenschmerzen zu kämpfen, die ihr dann in Wattenscheid glücklicherweise kaum Probleme bereiteten. Knapp am Podest vorbei schrammte Jada Julien beim Hammerwerfen der Frauen. Der erst 22-jährigen war vor Wochenfrist mit 70,48m eine neue Bestleistung und die Bestätigungsnorm für die Europameisterschaften gelungen. Danach hatte sie aber mit einem fiebrigen Infekt zu kämpfen, so dass sie nicht ganz im Vollbesitz ihrer Leistungsfähigkeit war. 65,40m reichte am Samstag zum vierten Platz. Trotz alledem kann sich die Werferin Hoffnung auf eine EM-Teilnahme hoffen. Der Sprung ins Finale gelang auch Sascha Schmidt im Kugelstoßen der Männer. Am Ende landete der 24-jährige mit 18,03m auf dem achten Platz. Platz neun belegte Jolina Lange, die ihre Kugel auf genau 15,00m stieß. Christopher Arnold, der noch der U23 angehört, verpasste über 1500m leider den Einzug ins Finale. Insgesamt kann sich die DM-Bilanz des LV 90 Erzgebirge mehr als sehen lassen. Zehn Medaillen und fünf internationale Meisterschafts-Teilnehmer zeugen von der erfolgreichen Arbeit im erzgebirgischen Verein.

Pauline Schubert wird Fünfte bei ihrer ersten Europameisterschafts-Teilnahme

Mit einem starken 5. Platz bei den Europameisterschaften der U18 startete Pauline Schubert in ihre internationale Karriere. Nachdem sich die 16-jährige am Donnerstag souverän fürs Finale am Freitag qualifiziert hatte, zeigte der Schützling von Trainer Christian Sperling seiner bisher zweitbesten Wettkampf. Nachdem die Auerbacherin etwas holprig in den Wettbewerb gestartet war, ließ sie im dritten Versuch einen Stoß auf 16,57m folgen. Mit dieser Weite belegte sie am Ende einen beachtlichen Rang fünf. „Insgesamt war der Wettkampf okay. Es war mein erster internationaler Wettkampf, da war sehr viel Aufregung und Nervosität. Ich bin froh, hier die Erfahrung sammeln zu dürfen. Ich habe nächstes Jahr nochmal die Chance in der U18.“ so die LV 90-Athletin bei der Presseagentur.


Fotos: Jan Papenfuß

Jada Julien wirft erstmals über 70m und erfüllt damit die EM-Norm

Für das beste Ergebnis beim Werfer-Meeting am Mittwochabend in Chemnitz sorgte Jada Julien, die ihren Hammer erstmals über 70m warf. Mit genau 70,48m siegte der Schützling von Trainer Steve Harnapp im Wettbewerb der Frauen vor der Australierin. Mit dieser Leistung erfüllte die Deutsche U23-Meisterin die DLV-Bestätigungsnorm für die Europameisterschaften in Birmingham und kann nun auf eine Nominierung hoffen. Weitere LV 90-Athleten zeigten an diesem Abend sehr gute Leistungen, die ebenfalls mit Bestleistungen belohnt wurden. So steigerte sich Max Louis Emmrich im Kugelstoßen der mU20 auf starke 18,64m, Joline Lange stieß die Kugel bei den Frauen auf 16,36m und Ben Korsowski verbesserte sich auf 15,71m beim Kugelstoßen der M15. Siege für den LV 90 gab es weiterhin durch Maria Gröper (wU20) im Hammerwerfen mit 57,80m und Merle Roßner mit 14,21m im Kugelstoßen der wU18. Beim vom LV 90 Erzgebirge organisierten Wettkampf gingen Athleten aus vier Nationen und acht Bundesländern an den Start. Katharina Maisch belegte beim European Silber-Meeting in Madrid mit 18,62m Platz vier und sicherte sich damit weitere Punkte im World Ranking.

Max Louis Emmrich freut sich auf die U20-Weltmeisterschaft

Fünf Medaillen haben die Starter des LV 90 Erzgebirge bei den Deutschen U16- und U20-Meisterschaften in Wattenscheid erkämpft. Ein Athlet bejubelte gleich zwei Podestplätze – inklusive WM-Ticket.

Wenn am 28. Juli der Flieger Richtung Eugene abhebt, wo die U20-Weltmeisterschaften ausgetragen werden, wird mit Max Louis Emmrich auch ein Leichtathlet des LV 90 Erzgebirge mit an Bord sitzen. Die Norm für den internationalen Saisonhöhepunkt hatte der Diskusspezialist schon vor den Deutschen Meisterschaften in der Tasche. Nun galt es aber am Wochenende in Wattenscheid, mit DM-Gold oder -Silber das WM-Ticket endgültig zu lösen. Diese Aufgabe löste Emmrich souverän.

Zwei WM-Starts möglich

„Es war zwar nicht sein allerbester Wettkampf, aber Max Louis hat den Titel mit 55,82 Metern souverän gewonnen“, sagt LV-90-Trainer Sven Lang über den größten Erfolg seines Vereins bei diesen nationalen Titelkämpfen. Zu dieser goldenen kamen für die Erzgebirger noch vier weitere Medaillen, wobei Emmrich selbst dabei fleißig mithalf. Im Kugelstoßen wurde er hinter dem überragenden Simon Kunkel (18,97 m) vom USC Mainz mit 17,60 Metern Vizemeister. Dank dieser persönlichen Bestleistung könnte der LV-90-Athlet in Eugene auch mit der Kugel antreten, allerdings ist das kein Thema. „Er wird sich voll und ganz aufs Diskuswerfen konzentrieren, weil er dort wesentlich bessere Chancen hat“, sagt Lang über den Schützling von Wurftrainer Christian Sperling, der bei der U18-Europameisterschaft vor zwei Jahren erstmals internationale Wettkampfluft schnupperte. „Dadurch bringt Max Louis jetzt mehr Erfahrung mit“, hofft Lang.

Für Maria Gröper dürfte der WM-Traum dagegen geplatzt sein. Die Hammerwurf-Expertin vom LV 90 schaffte es in Wattenscheid zwar aufs U20-Podest, musste sich aber hinter zwei Konkurrentinnen mit Bronze begnügen. „Damit ist sie nur als WM-Ersatz nominiert“, erklärt Lang nach einem Wettbewerb, in dem die Erzgebirger in der Breite sehr gut aufgestellt waren. Mit Rike Brandl (5.), Henrike Ludwig (10.) und Helena Bartke (12.) schafften es noch drei weitere Vereinsvertreterinnen ins Vorderfeld, wobei vor allem Rike Brandl mit persönlicher Bestleistung (50,55 m) überzeugte. Ebenfalls in der U20 waren für den LV 90 noch Speerwerfer Oscar Nauck (7.) sowie Jerome Düringer am Start. Letzterer landete über 110 Meter Hürden auf Rang 18.

Wenige Zentimeter entscheiden

Ähnlich wie Emmrich hätte in der U16 beinahe ein Vereinskollege zwei Medaillen mit nach Hause gebracht. Die Rede ist von Ben Korsowski, der allerdings zunächst im Kugelstoßen Pech hatte. Mit 14,88 Metern kam der M15-Starter im Kampf um Bronze auf den gleichen Wert wie sein Konkurrent, musste sich aber aufgrund der schlechteren zweitbesten Weite mit Rang 4 begnügen. „Ganze fünf Zentimeter haben den Ausschlag gegeben“, berichtet Lang, der ein ähnliches dramatisches Finale dann auch im Hammerwerfen erlebte. Hier ging es für Korsowski sogar um Gold. „Weil bei seinem letzten Versuch ein Messfehler vorlag, durfte er diesen Wurf wiederholen“, so Lang. Und der Hammer segelte weiter als in allen Durchgängen zuvor. Diesmal fehlten drei Zentimeter, um ein kleines Wunder zu vollbringen. Doch auch mit Silber konnte der junge Erzgebirger gut leben. „Man darf nicht vergessen, dass die AK-15-Starter zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft an den Start gehen. Dafür hat Ben echt Nervenstärke bewiesen“, betont Lang und ergänzt: „Auch all unsere anderen Starter haben ihre Sache richtig gut gemacht.“ Allen voran Hammerwerferin Sina Mia Dietz, die als Dritte mit einer persönlichen Bestweite von 47,62 Metern die dritte LV-90-Medaille gewann: „Sie hat sich um mehr als drei Meter gesteigert.“ Ähnliches gelang der W-15-Starterin auch mit dem Diskus, der bei 36,47 Metern landete und Sina Mia Dietz noch einen 10. Platz bescherte. Weiter als je zuvor warf auch Speerwerfer Robby Schirdewahn, der mit 55,60 Metern Vierter wurde. Komplettiert wurde das gute erzgebirgische Abschneiden von Rang 10 der Vier-mal-100-Meter Staffel mit Amelie Seidel, Izzie Voigt, Anny Buschbeck und Alma Horn.


Text: Andy Bauer
Fotos: Sven Lang

Zwei Titel bei Deutschen Jugendmeisterschaften U18/U23

Beim ersten Teil der Deutschen Jugendmeisterschaften, welcher den Athleten der U23 und U18 vorbehalten war, gab es für den LV 90 in Bochum-Wattenscheid zwei Gold- und eine Bronzemedaille. Einen starken Wettkampf bot Jada Julien im Hammerwerfen der wU23. Der Schützling von Trainer Steve Harnapp schleuderte ihr Wettkampfgerät beim Siegeswurf auf sehr gute 66,66m. Mit zwei weiteren Würfen von 65,71m bzw. 65,63m unterstrich die 22-jährige ihre gute Form. Ein deutlich weiterer Wurf landete im fünften Durchgang leider knapp neben dem Sektor. Beim Kugelstoßen der wU18 wurde Pauline Schubert ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte mit 15,72m deutlich. Dabei fand die 16jährige diesmal schwer in den Wettkampf und lag bis zum letzten Durchgang nur auf Rang vier. Im sechsten Versuch machte die Auerbacherin dann alles klar. Mit dieser Leistung qualifizierte sich die Athletin von Christian Sperling für die Europameisterschaften der U18 im italienischen Rieti. Nicht ganz nach Wunsch verlief der Kugelstoß-Wettkampf in der wU23 für Jolina Lange. Mit gestoßenen 15,93m reichte es aber dennoch für die Bronzemedaille. Sehr gut schlug sich Christopher Arnold über 1500 m der mU23. Nachdem sich der Zschopauer am Freitagabend im Vorlauf souverän für das Finale qualifiziert hatte, gelang ihm dann am Samstag mit einer neuen Bestleistung von 3:46,52min ein beachtlicher fünfter Platz. Ebenfalls Fünfte wurde Merle Roßner mit 14,25m im Kugelstoßen der wU18, zudem belegte sie noch Platz neun im Diskuswerfen mit 40,98m. Elias Philemon Süß erzielte mit 58,48m im Hammerwerfen der mU18 eine neue Bestleistung und wurde damit in seinem ersten Jugendjahr Neunter. Nach langer Verletzungspause gelang Julius Stütz mit 13,68m als Neunter im Dreisprung der mU18 ein gelungener Saisoneinstieg.

Weitere Platzierungen: 10. Platz Maria Gröper (wU23 / Hammer ); 12. Platz Oskar Nauck (mU23 / Speer 60,35m) 19. Platz Staffel wU18 (unter 43 Staffeln) mit Luise Kluge (WSG Schwarzenberg), Emilie Mynett, Hanna Schubert, Celine Neubert.

Am kommenden Wochenende kämpfen dann ebenfalls in Wattenscheid die Athleten der U16 und U20 um die nationalen Titel.